Da ist richtig Dampf dahinter

12. Mai 2021 | Bad

Sicher kennen auch Sie einen Hans Dampf in allen Gassen – einen Menschen, der überall mitmischt, fast alles kann und weiß, dem scheinbar nie die Energie ausgeht. Es gibt aber auch einen anderen, viel entspannteren Dampf. Über genau den möchten wir mehr erzählen.

Hans Dampf gestern und heute

Doch zuerst kurz zu Hans Dampf. Denn die Geschichte hinter dieser Redewendung reicht über 350 Jahre zurück. Im Jahr 1667 erschienenen Roman „Der abenteuerliche Simplicissimus“ von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen tritt erstmals ein „Hans in allen Gassen“ als feste Wendung auf. Anfang des 19. Jahrhunderts brachte der Autor Heinrich Zschokke auch eine Erzählung heraus: „Hans Dampf in allen Gassen“. Sein Protagonist war der Sohn des Bürgermeisters Peter Dampf – und er war eben äußerst aktiv, vielseitig und umtriebig. Ein echter Tausendsassa eben. Eventuell gab es sogar einen echten Hans Dampf, meint ein deutscher Volkskundler. Im thüringischen Gotha soll er im 19. Jahrhundert eine stadtbekannte Persönlichkeit gewesen sein.

Wie auch immer: Noch heute lebt der Hans Dampf in vielen Alltagsgesprächen weiter. In Form eines übereifrigen Kollegen. Oder der Instagram-Influencerin, die in den digitalen Gassen richtig Dampf macht. Sie kann einfach alles – und schafft alles irgendwie zeitgleich: Kräftezehrende Work-outs, selbstgemachte Smoothies, aufwendige Blogbeiträge, atemberaubende Weltreisen und forderndes Hot Stone Yoga.

Ein entspannender und stärkender Dampf

Wem das alles zu viel Action ist, der dürfte einen anderen Dampf lieber mögen – den heißen Wasser­dampf. In den Bädern des antiken Roms war er auch überall zu finden. Später lebte er vorwiegend in finnischen und russischen Holzhütten sowie in orientalischen Hamams voll auf. Mit seinen 40 bis 60 Grad sorgt er für 100 Prozent Luftfeuchtigkeit. Diese Mischung aus heißer und feuchter Luft bewirkt das exakte Gegenteil der bekannten Hans-Dampf-Hyper­aktivität. Die Muskeln entspannen, die Hautporen öffnen und reinigen sich. Wellness pur. Ähnlich wie bei der Sauna besteht ein Dampfbad aus wärmenden und kühlenden Phasen. Ein Wechselspiel, das den Kreislauf anregt und das Immunsystem stärkt. Allerdings ist die Sauna deutlich heißer.

Mittlerweile gehören Dampfbäder auch in unseren Breiten zum Standard vieler Sauna-Landschaften und Spa-Hotels. Und selbst für zu Hause gibt es immer mehr Möglichkeiten, es sich im heißen Dampf gut gehen zu lassen. Da kommt er wieder um die Ecke – der alte Hans Dampf, einfach überall.

Spa für zu Hause – Dampfsysteme

Wie das geht mit dem Dampf in den eigenen vier Wänden? Eine Variante sind Dampfgeneratoren wie der von GKI. Mit knapp einem halben Meter Länge und einem halben Meter Höhe fällt er sehr kompakt aus. Er ist das Herzstück eines ganzen Dampfsystems mit Zu- und Abluftventilatoren, Dampfdüsen und Temperaturfühlern. Und er hat, um eine weitere passende Redewendung zu bemühen, ordentlich Dampf unter dem Kessel: Bis zu acht Stunden lang kann solch ein Generator Dampf erzeugen – für bis zu zehn Quadratmeter große Dampfbadkabinen. Bedient wird er einfach über ein Touch-Screen.

Der heimische Spa-Bereich lässt sich übrigens noch weiter perfektionieren. Denn das heiße Dampferlebnis kann mit einer farbenreichen Lichtshow sowie einem Soundsystem ergänzt werden. So entspannen die Augen und Ohren gleich mit. Außerdem kann der Dampf angenehm und beruhigend duften – mit einem integrierten Duftstoffreservoir. Ob der Hans Dampf damals auch so gut nach Eukalyptus oder Lemongrass duftete?

Duschen im Nebel – die Alternative für kleine Bäder

Auf jeden Fall mischt der heutige Dampf immer öfter auch in der Dusche mit. Spezielle Kopf- und Handbrausen machen es möglich. Cristina, ein Hersteller aus der italienischen Piemont-Region, hat beispielsweise eine seiner eleganten Deckenbrausen mit einer einzigartigen Funktion ausgestattet. Auf Knopfdruck verwandelt sich die eigene Dusche dann in ein entspannendes Nebelbad. Kombiniert mit dem sanften Regen- oder Wasserfall ist der Wasser­dampf in bester Gesellschaft angekommen.

Auch Ingenieure und Entwickler sprühen nur so vor Ideen. Das beweist die Revolution des Sprühnebels. Sie haben nichts weiter, als den Sprühnebel revolutioniert. Dank mikroperforierter Noppen entsteht ein mit Wasserdruck verbundener Sprühregen. Der Hand- und Kopfbrause werden damit ein Sprühnebeleffekt verliehen, der auch über genug Druck verfügt, die Mikrozirkulation der Haut zu stimulieren. Mit diesen Brausen können also auch Menschen mit kleinen Bädern die Wirkung eines echten Wellness-Spa genießen. Wir sind sicher: Mit dieser Technik käme selbst ein echter Hans Dampf in allen Gassen endlich mal runter.