Länger autark bleiben im Alter

01. Dezember 2021 | Bad

Zurück zu Hause – nach einem echten Wow-Effekt beim Testen – verlagere ich die Recherche aufs Sofa. Mit dabei mein Laptop. Ich klicke mich rein in die Welt der Dusch-WCs. Mir kommt eine interessante Studie zu dem Thema unter. In der dänischen Stadt Aarhus wurde untersucht, inwieweit Dusch-WCs älteren Menschen im Alltag helfen können.

Das Ergebnis: Sie sind beim Gang zur Toilette viel weniger abhängig von Pflegekräften. Darüber hinaus wird die Gefahr von Infektionen oder Hautirritationen durch den Einsatz von warmem Wasser beträchtlich minimiert. Die Beraterin hatte also recht mit ihrem Einwand.

Wellness und Hygiene
Die vielen Knöpfe neben dem WC-Sitz in der Badausstellung hatten mich erstmal überfordert. Aber nach einigen Augenblicken war klar, wie ich die Stärke und Temperatur des Wasserstrahls einstellen konnte. Selbst der WC-Sitz war dezent beheizt.

Ich forsche also weiter und klicke mich von einem Aha zum nächsten. Ich lese, dass das Dusch-WC 1957 von einem Schweizer erfunden wurde. Für den richtigen Schub bei der technischen Entwicklung und der Verbreitung des Dusch-WCs im privaten Bereich sorgte das japanische Unternehmen TOTO mit seinen Washlets. Im Land der aufgehenden Sonne haben diese WCs einen Marktanteil von 80 %, lese ich. In anderen asiatischen Ländern und der Türkei ist die Quote ebenfalls sehr hoch. Dass der Anteil an Dusch-WCs in Europa durchschnittlich weniger als 5 % beträgt, überrascht mich dann doch. Schließlich liegen die Vorteile dieser Toiletten klar auf der Hand, wenn ich den Ausführungen von Fachleuten folge. Ich erfahre, dass von TOTO entwickelte spezielle Spülungen Keimen, Aerosolen und Bakterien das Leben sehr schwer machen. Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Zastrow, ein anerkannter Arzt für Hygiene, ist überzeugt: Hier haben multiresistente Darmkeime keine Chance. Und ich erfahre, dass auch die Dusch-WCs von Optima mit dieser speziellen Technik ausgerüstet sind. Ich bin überzeugt und denke nur: „Jetzt oder nie“. Das war übrigens mein eigentlicher Grönemeyer-Hit vom „Bochum“-Album.